Arbeitsweise des :rak

Warum rak?

Die herkömmlichen Instrumente räumlicher Planung orientieren sich an administrativen Grenzen der Länder, Kreise, Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden. Die reale Entwicklung bei der Bildung räumlich-funktionaler Zusammenhänge geht jedoch meist über diese Grenzen hinaus. So haben sich beispielsweise zwischen der Bundesstadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem südlich angrenzenden Landkreis Ahrweiler länderübergreifend starke funktionale Beziehungen entwickelt, welche mit den herkömmlichen Planungsinstrumenten allein nicht mehr optimal steuerbar sind. Aus diesem Grunde sowie zur Stärkung der Gesamtregion im nationalen wie im europäischen Kontext ergab sich die Notwendigkeit zur Entwicklung regionaler Lösungsstrategien.

Die Arbeitsweise

Die Umsetzung der gemeinsam definierten Handlungsfelder vollzieht sich in zwei Schritten:
• Auf der regionalen Ebene wird zunächst ein Konsens über die Entwicklungsziele durch die Beteiligung der Städte und Gemeinden der Region sowie der regionalen Akteure erzielt. Diese Absprachen beinhalten u.a. die Umsetzungsstrategien konkreter Projekte und die individuell festgelegten Qualitätsmerkmale. Am Ende dieses ersten Schrittes stehen im Regelfall Vereinbarungen, zu deren Einhaltung bzw. Umsetzung sich die Beteiligten verpflichten (Selbstbindung).

• Auf der lokalen Ebene findet die Umsetzung der Planungen/Projekte vor Ort unter Beachtung der gemeinsam definierten Qualitätsvereinbarung statt. Pilotprojekte sollen die Qualitäten beispielhaft verdeutlichen. Durch intensive Beteiligungsverfahren im Projekt wird eine Verbesserung der Qualität und der Akzeptanz angestrebt.
Die Leitbilder

Das strukturpolitische Leitbild des "Fünf Säulen Modells"

Das strukturpolitische Leitbild des "Fünf-Säulen-Modells" beinhaltet die Entwicklungsziele für die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Zusammenfassend wurden fünf Aufgabenfelder festgelegt, auf die sich die Region in ihrer zukünftigen Entwicklung konzentrieren soll:
Das Kooperationsleitbild des "Gegenseitigen Nutzens"

Bonn braucht die Region - Entlastung für mangelnde Ressourcen in der eigenen Gemarkung kann auch in den Mittelzentren der Region gefunden werden; ebenso finden sich hier Angebote für Erholung und Freizeit. Aber die Stadt Bonn hat ihrerseits Offerten zu machen; sie liefert ein differenziertes Arbeitsplatzangebot, vielfältige Angebote der Kultur und des Bildungswesen, ist ein entscheidender Imageträger - die Region braucht Bonn.


Das raumordnerische Leitbild der "Dezentralen Konzentration"

Mit dem Konzept der "Dezentralen Konzentration" wird beabsichtigt, die räumliche Entwicklung von Stadt und Umland zu steuern. Es sieht eine ausgewogene Entwicklung vor, die nicht nur das Oberzentrum, sondern auch die zahlreichen Mittelzentren stärken soll.

Mit diesem raumordnerischen Konzept wird das Ziel verfolgt, das Wachstum der Städte zu bündeln und auf bereits vorhandene Strukturen (Verkehrsachsen bzw. ÖPNV, kleinere Siedlungszentren) zu konzentrieren. Durch eine Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich, durch den Ausbau vorhandener Zentren zu Mittelstädten im Umland und die Nutzung der bereits bestehenden Schieneninfrastruktur soll die ressourcen- und umweltschonende Fortentwicklung der Besiedlung ermöglicht werden. Gleichzeitig wird eine Mischung von Wohnen und Arbeiten innerhalb der Zentren angestrebt, um die täglichen Wege zu verkürzen und die Autoabhängigkeit und somit den (Pendler-)Verkehr zu reduzieren. Durch diese Strategie soll der Gedanke der nachhaltigen Raumentwicklung auf die Region hin konkretisiert werden. Die Verkehrsentlastung sowie die Entlastung der Umwelt nimmt, neben der Erhaltung wertvoller Freiräume, eine zentrale Rolle innerhalb des Konzeptes der "Dezentralen Konzentration" ein.

:rak Leitbilder



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